Aktuell: ad libitum 2021/22

8. Kompositionswettbewerb der Winfried Böhler Kultur Stiftung und des Netzwerk Neue Musik Baden-Württemberg e.V.

ad libitum - digitale Version

ad libitum Kompositionswettbewerb

Die Winfried Böhler Kulturstiftung und das Netzwerk Neue Musik Baden-Württemberg e.V. freuen sich außerordentlich den Kompositionswettbewerb ad libitum zum achten Mal auszuschreiben. Dieses Mal wird der Wettbewerb ad libitum rein digital stattfinden.

Damit reagiert der Wettbewerb auf die pandemische Situation und die vielfältigen medialen Möglichkeiten, die im Laufe der letzten Monate entwickelt wurden. Die Ausschreibung suchte demnach speziell nach Arbeiten und Projekten, die um die Themen Digitalität und virtuelle Räume kreisen und sie künstlerisch ausloten. Gewünscht waren v.a. genuine Konzepte für z.B. Online-Stücke, die das Internet und/oder eine damit verbundene digitale Produktion als Instrument, Rahmen und Möglichkeitsraum begreifen. Wie sehr diese Konzepte das Instrumentalspiel der Musiker:innen einbeziehen oder auf rein digitale Klangerzeugung fokussieren, war freigestellt. Die Stücke sollten sich an junge Musiker*innen ab 12 Jahren richten, einschließlich Vorstudent:innen an Musikhochschulen.

Anhand dieser Kriterien wählte die fünfköpfige Jury folgenden Preisträger:innen aus:

Marie-Luise Calvero, Eunhyae Im und Maximiliano Soto Mayorga, formiert als TrioNONtrio haben mit ihrer Idee TEILKÖRPER – Das Werk als Raum-Instrument überzeugt. Es handelt sich dabei um ein kybernetisches multimediales Konzept für kollektive Musik und visuelle Kunst in Echtzeit. Das Stück wird für 3 bis 10 Interpret:innen mit oder ohne Musikkenntnisse geeignet sein. Für sie wird ein virtuelles Instrument entworfen, das über das Internet mehrere Computer miteinander verbindet.

TrioNONtrio: Marie-Luise Calvero, Eunhyae Im und Maximiliano Soto Mayorga
© Marie-Luise Calvero/Sebastián Gómez

Dorothea Koch
© Chira Tane

Dorothea Koch und Alicia Ryes haben als Kompositions-Duo ihre Idee Onions_&_Nuts beim Wettbewerb eingereicht. Gemeinsam mit jugendlichen Performer:innen wollen sie den PC zum Hauptinstrument umgestalten und über die veränderte Selbstdarstellung und -wahrnehmung reflektieren, die sich durch die Corona-bedingte Isolation und den verstärkten Einbezug der Online-Plattformen ergeben haben. 

Alicia Ryes
© Nicolas Desmars

Bertrand Chavarría-Aldrete hat bei ad libitum mit seiner Idee zu Sc(herz)o infinito überzeugt. Sein Stück wird ein Tableau vivant des Gemäldes „Die Kinderspiele“ von Pieter Bruegel dem Älteren werden. Darauf sind 80 Kinderspiele abgebildet, welche nun akustisch erforscht werden sollen.

Bertrand Chavarría-Aldrete
© Tommaso Tuzj

Jury, Einstudierung und Uraufführung

Die Einstudierung geschieht eigenverantwortlich und auf Initiative der Komponist*innen mit ihren Partner-Interpret*innen bzw. Ensembles. Diese werden durch die Komponist:innen nach Vermittlung durch das Netzwerk eigenständig kontaktiert. Je nach Beschaffenheit des Werks halten wir uns eine Realisierung mit unterschiedlichen Teilnehmenden offen. Das Netzwerk Neue Musik fungiert als Ansprechpartner und Koordinator des Wettbewerbs, eine ausführliche Kommunikation wird gewünscht.

Die Werke sollen ab Herbst 2021 mit den Interpret:innen erarbeitet werden. Das Aufführungsmaterial der ausgewählten Konzepte sollte dabei bis Dezember 2021 fertiggestellt werden. Die zu erarbeitenden Werke sollten Ende 2021/Anfang 2022 in einem Online-Event (ur)aufgeführt werden. Das definitive Format hierfür gilt es – in Abhängigkeit von der Pandemielage und von den Einreichungen – noch festzulegen. Dazu stellen die Kooperationspartner sowie das Netzwerk Neue Musik Baden-Württemberg ihre Möglichkeiten der Veröffentlichung, Bewerbung und Pressearbeit für die Veranstaltungen zur Verfügung.

Preisgeld gestiftet von

Das Netzwerk Neue Musik wird gefördert durch das Sonderprogramm
„Gesellschaftlicher Zusammenhalt – Förderung von künstlerischen und kulturellen Projekten“

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