Plingpolyplü Fantastiko

Karlsruhe | Pädagogische Hochschule

Konzert- und Workshopreihe

der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe in Zusammenarbeit mit dem Büro für Konzertpädagogik e.V.

Projektpartner:

PH Karlsruhe
Büro für Konzertpädagogik e.V.
• Ortrud Kegel
• Jun.-Prof. Dr Johannes Voit
• Michael Mienert

 

Projektbeschreibung:

Für den Herbst 2016 sind Projekttage mit dem „Plingpolyplü Fantastiko“ in fünf Grundschulen in Karlsruhe und Umgebung (Umkreis 30 km) geplant, die jeweils aus einem Workshopteil und einem Konzert bestehen. Das Plingpolyplü Fantastiko ist ein experimentelles Klangobjekt, das mit dem JUNGE OHREN PREIS 2015 in der Kategorie LabOHR ausgezeichnet wurde und das im Sommersemester 2016 an der PH Karlsruhe gebaut wird: Die große Holzkiste lässt sich mit mehreren Handgriffen aufklappen und in ein mobiles Klanglabor verwandeln, das an futuristische Konstruktionen aus alten Science Fiction-Filmen erinnert: Ausziehbare Antennen gehören zu einem Theremin, das Bewegungen in Klänge übersetzen kann. An langen Kabeln sind Piezos befestigt, die an Flächen in der Umgebung angebracht werden können und einfache Möbel in elektronische Instrumente verwandeln. Versteckt im Innern befindet sich ein Synthesizer mit Mikrofon und Verstärker, der einfache Arten der elektronischen Klangerzeugung und -verarbeitung ermöglicht. Daneben bietet das Objekt eine Vielzahl akustischer Klangerzeugungs-Möglichkeiten: Holz- und Steinplatten können angeschlagen, Saiten gestrichen oder gezupft, verschieden lange Röhren mit einem Blasebalg zum Klingen gebracht und Glasgefäße durch ein Bewässerungssystem in unterschiedlichen Tonhöhen gestimmt werden. Je mehr Teile des Plingpolyplü Fantastiko ausgeklappt, aufgezogen und herausgefahren werden, umso größer wird das Objekt, dessen Schnüre, Kabel und Antennen schließlich einen beträchtlichen Teil des Raumes in Beschlag nehmen und ihn so zum Bestandteil der akustischen Versuchsanordnung werden lassen.

Der Bau des Klangobjekts wird durch das Preisgeld des JUNGE OHREN PREIS finanziert. Durch die beim Netzwerk Neue Musik beantragte Förderung soll die Entwicklung und Durchführung einer für den Herbst 2016 geplanten Reihe von Projekttagen mit interaktiven Kinderkonzerten und Workshop-Elementen ermöglicht werden: Ortrud Kegel und Johannes Voit gestalten unter der Regie von Michael Mienert mit diesem Instrumentarium eine 45-minütige Konzert-Performance mit Improvisationen und maßgeschneiderten eigenen Kompositionen, die Freiraum für Interaktion mit dem Publikum bieten. Sie kombinieren akustische und elektronische Klänge zu musikalischen Strukturen, die zwischen minimalistischer Reduktion und klanglicher Komplexität pendeln. Durch die raumgreifenden Bewegungen der beiden Musiker entsteht eine Choreografie, die in der Tradition des instrumentalen Theaters steht. Doch auch die GrundschülerInnen spielen eine aktive Rolle bei den Projekttagen. Einen ganzen Vormittag lang experimentieren sie mit den Klangmöglichkeiten des rätselhaften Klangobjekts und erfinden unter Anleitung der beiden Musiker sowie Studierender der PH Karlsruhe musikalische Strukturen und kleine Stücke, die in das anschließende Konzert integriert werden. Es gibt keine reinen Zuhörer – alle werden zu Akteuren! Die Workshop-Formate, in denen die Sensibilisierung des Hörens und der kreativschöpferische Umgang mit Klang im Mittelpunkt stehen, werden von Studierenden der PH Karlsruhe im Wintersemester 2016/17 im Rahmen eines von Johannes Voit geleiteten Seminars erarbeitet und anschließend gemeinsam in den teilnehmenden Schulen umgesetzt.

Mehr über das Plingpolyplü Fantastiko

auf der Homepage des Büro für Konzertpädagogik >

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zeitplan:
11.-22.07.2016:
Ausschreibung des Projekts an Grundschulen im Großraum Karlsruhe

16.-20.08.2016:
Konzeptions- und Probenphase der beiden Musiker und des Regisseurs

24.10.-25.11.2016:
Erarbeitung der Workshop-Formate mit Studierenden der PH Karlsruhe

28.11.-09.12.2016:
Projekttage in fünf teilnehmenden Grundschulen

12.-22.12.2016:
Nachbereitung, Abrechnung, Evaluation und Dokumentation